Chronik

PFARRKIRCHE hl. Andreas, im ehern. Kirchhof: 1m Kern wahrscheinlich romanisch, barockisierte Saalkirche mit wesentlich niedrigerem, gleichfalls barockisiertem, gotischen Chor und W-Turm Pfarre wohl 14. Jh., 1666 wiedererrichtet. 1758 Umbau nach Plänen von Mathias Gerl.


A u ß e n b a u. Annährend quadratisch, zweijochiges Langhaus, durch beachtliche, bar. Erhöhung von kubischer Proportion, an der W- Mauer Abstufung in Höhe des Kernbaus erkennbar, westl. niedrige Strebepfeiler, Flachbogenfenster, Ziegelwalmdach. Vorgestellter W- Turm durch einheitliche Faschen- und Gesimsgliederung mit dem Langhaus zusammengefasst; mittelalterlicher Baukern, im bar. Aufsatz Rundbogenschallfenster und Uhrengiebel, Pyramidenhelm. Stark eingezogener, gotischer, Einjochiger Chor mit 5/8 Schluss, abgetreppte Strebepfeiler, am Polygon vermauerte Spitzbogenfenster und Maßwerkreste, flachbogige Barockfenster. Seitliche Choranbauten, nördlich polygonale Kapelle mit vermauertem Lanzettfenster, 14. Jh.; südlich zweigeschossiger, bar. Sakristei- und Oratoriumsanbau. Reliefgrabsteine aus Sandstein 18. Jh. mit Hl. Dreifaltigkeit, Maria Immaculata, Armen Seelen; Rokokopriestergrabstein 1771 mit Auferstandenem, Spes, Ecclesia.

I n n e r e s. Einspringender W- Turm. Im Langhaus und Chor Stichkappentonnen mit Putzsschnittspiegeln über Gurtbögen auf Pilastern, im Langhaus verdoppelte Vorlagen an mächtigen Wandpfeilern, spätes 17./1. H. 18. Th., stark eingezogener Triumphbogen durch Gesimse verklammert. Orgelempore auf Säulen mit vorschwingendem Mittelteil, um 1720/40. Nördliche Chorkapelle als 5/8 Polygon, 14. Jh., Kreuzrippengewölbe mit Rosettenschlussstein auf Faltkonsolen, abgefasstes Rundbogenportal zum Chor.

E i n r i c h t u n g um 1740. Hochaltar, den Chorscheitel einnehmend, konkave Säulenarchitektur in geschwungenen Volutenauszug übergehend; Altarblatt Martyrium des hl. Andreas, Seitenfiguren Hl. Karl Borromäus und Johannes Nepomuk; freistehender Altartisch mit Tabernakel, im Umgang Beichtstuhl. -Seitenaltäre, Pfeileraufbauten in geschwungene Auszüge übergehend; li. zur Lourdesgrotte umgewandelt, Seitenfiguren Hl. Petrus und Paulus; re. Altarblatt Himmelfahrt Maria, Seitenfiguren Hl. Vitus und Florian. Kanzel, am runden Korb Evangelistenfiguren, aut. dem Schalldeckel Fides. Statuette Auferstandener und Kruzifix in spätbar. Stil. Statuette Maria mit Kind in volkstümlich bar. Stil, 1. H. 18. Jh. Bar. Gestühl und Sandsteintaufbecken. Orgel um 1840, wahrscheinlich von Franz Ullmann, klassizistisch.

 

 

P f a r r h o f, bei der Pfarrkirche; zweigeschossiger, faschengegliederter Bau, 18. Jh., mit Walmdach, geschwungen Übergiebeltees Gartenportal.

Eine DREIFALTIGKEITSSÄULE mit Opferstock aus der ersten Hälfte des 19. Jh. befindet sich westlich des Ortes.

Glockenweihe 1922: