Seehöhe:

232 m

Fläche:

366 ha

Einwohner gesamt:

329

Hauptwohnsitz:

259

Zweitwohnsitz:

70

Rohrbach

ist ein Dorf im westlichen Weinviertel, abseits der Bundesstraße 4 zwischen Stockerau und Horn bzw. zwischen Hollabrunn und Krems gelegen.

Landschaftlich harmonisch in einer Senke eingebettet hat der Ort, vom Durchzugsverkehr verschont, von Feldern, Hügeln und Wäldern umgeben, von Immissionen unbelastet, ein fast verträumtes Dasein.

Früher war Rohrbach eine rein bäuerliche Gemeinde mit mehreren Gewerbebetrieben, zwei Gemischtwarenhandlungen, einem Gasthaus (bis 1970), einer eigenen einklassigen Volksschule (bis 1965) und einer Pfarre.

Die landwirtschaftlichen Betriebe sind rückläufig und die Gewerbebetriebe sind verschwunden. Bis etwa 1985 waren in Rohrbach keine modernen Gemeinschaftseinrichtungen vorhanden. Vor allem die erwähnten fehlenden Gemeinschaftseinrichtungen und das eher schmucklose Ortsbild waren es, die die ersten Anstöße zur Eigeninitiative gaben.

1985 entschloss man sich, das bestehende Ensemble des Ortskernes (insbesondere den alten sehr schadhaften Pfarrhof mit angrenzendem Pfarrheim und Schüttkasten) für eine intensivere Nutzung durch die Bevölkerung zu revitalisieren.

Der Grundstein wurde durch ein internationales Baulager der HTBLA Krems gelegt. Schüler aus Österreich, Finnland, Frankreich und Polen renovierten gemeinsam mit der Bevölkerung von Rohrbach in den Sommermonaten 1986 und 1987 das "Dorfzentrum".

Es wurden folgende Arbeiten durchgeführt:
>> Instandsetzung des Pfarrheimes, Einbau einer Teeküche und einer Garderobe
>> Umbau des Schüttkastens für Veranstaltungen/Versammlungen in kleinerem Rahmen mit Zubau eines zweigeschossigen, überdeckten Sitzplatzes
>> Instandsetzung der gesamten Fassade des ehemaligen Pfarrhofes
>> Instandsetzung des barocken Portals und der Stiege
>> Gestaltung des Hofes für Veranstaltungen im Freien.

Durch großzügige finanzielle Unterstützung von öffentlichen Stellen und Firmen konnte 1988 der Abschluss dieser Arbeiten gefeiert werden.


Diese gemeinsamen Arbeiten bewirkten in der Bevölkerung den Wunsch, die Entwicklung des Dorfes im Rahmen des Dorferneuerung weiter gemeinsam zu steuern.


Am 06. Mai 1988 erfolgte die Gründung des Dorferneuerungsverein